2017

Jungen krebskranken Menschen die Chance auf eigene Kinder erhalten - 11. Band der Gesundheitspolitischen Schriftenreihe erschienen

Krebskranke Kinder sowie junge Krebspatientinnen und -patienten zwischen 18 bis 39 Jahren können in etwa 80 Prozent der Fälle geheilt werden. Das ist ein großer Fortschritt. Die dafür notwendige Chemo- oder Strahlentherapie kann jedoch die Fruchtbarkeit schädigen und zu Kinderlosigkeit führen. Gleichzeitig gibt es medizinisch gut etablierte Maßnahmen zum Fruchtbarkeitserhalt. Die Kosten werden von den Gesetzlichen Krankenkassen aber nicht übernommen. Auf dieses Problem und eine notwendige Gesetzesänderung machten die DGHO Deutsche Gesellschaft für Hämatologie und Medizinische Onkologie e. V. und die Deutsche Stiftung für junge Erwachsene mit Krebs mit der Vorstellung des 11. Bandes der Gesundheitspolitischen Schriftenreihe der DGHO im Rahmen einer gemeinsamen Pressekonferenz aufmerksam.

Pro und Contra Methadon als Krebsmedikament: Ohne weitere klinische Studien ist der Einsatz bei Patienten nicht vertretbar

Im April dieses Jahres wurde erstmals in der ARD über den möglichen Einsatz von Methadon als Krebsmedikament berichtet. Dieser Bericht und nachfolgende Beiträge in unterschiedlichen Medien haben zu hohen Erwartungen bei Patientinnen und Patienten mit Krebserkrankungen und ihren Angehörigen geführt. Im Rahmen der Jahrestagung der Deutschen, Österreichischen und Schweizerischen Gesellschaften für Hämatologie und Medizinische Onkologie fand die Debatte „Methadon als Tumortherapeutikum? Pro und Contra“ mit über 1.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern statt.

Jahrestagung 2017: Fachgesellschaften für stärkere Förderung akademischer Forschung

Die Jahrestagung der Deutschen, Österreichischen und Schweizerischen Gesellschaften für Hämatologie und Medizinische Onkologie hat ihre Stellung als einer der wichtigsten Kongresse auf dem Gebiet der Krebs- und Bluterkrankungen im deutschsprachigen Raum weiter ausgebaut. Vom 29. September bis zum 3. Oktober 2017 diskutierten rund 5.300 Expertinnen und Experten für medikamentöse Tumortherapie intensiv über die Chancen neuer therapeutischer Ansätze wie zum Beispiel der Immunonkologie sowie über die Bedeutung von unabhängigen akademischen Studien vor dem Hintergrund des enormen Wissenszuwachses im Fachgebiet. Im Rahmen des Kongresses ehrten die Fachgesellschaften auch den wissenschaftlichen und ärztlichen Nachwuchs. Mit der Teilnahme von 167 Pflegekräften und 245 Studierenden wurde – wie bereits in den vergangenen Jahren – der interdisziplinäre Ansatz der Jahrestagung und ihre Bedeutung für den wissenschaftlichen und ärztlichen Nachwuchs deutlich.

Krebsmedizin 2017: Enorme Innovationsschübe. Große Herausforderungen

Auch in diesem Jahr steht die Jahrestagung der Deutschen, Österreichischen und Schweizerischen Gesellschaften für Hämatologie und Medizinische Onkologie in Stuttgart wieder unter dem Eindruck der enormen Fortschritte im Bereich der Diagnostik und Therapie von Blut- und Krebskrankheiten. Zunehmend aber wird deutlich, dass sich aus Innovationen immer auch große Herausforderungen ergeben. Dazu gehören unter anderem die Diskussion über die Notwendigkeit einer „späten“ Nutzenbewertung beispielsweise in Form von Registern, die Sicherstellung des Zugangs zu neuen Arzneimitteln, Aspekte der Finanzierbarkeit innovativer Therapien und die Stärkung unabhängiger akademischer Forschung.

Krebs-Patiententag am 1. Oktober

Patiententag im Rahmen der Gemeinsamen Jahrestagung von DGHO, OeGHO, SGMO und SGH+SSH Literaturhaus Stuttgart, Breitscheidstraße 4, 70174 Stuttgart 1. Oktober 2017, 9:30 bis 15:00 Uhr

In vier Jahren vom „Breakthrough of the year“ bis zur ersten Zulassung: Die Hämatologie und Onkologie bleibt ein extrem innovatives Fachgebiet

Einmal im Jahr bietet die gemeinsame Jahrestagung der deutschsprachigen Gesellschaften für Hämatologie und Medizinische Onkologie den Teilnehmerinnen und Teilnehmern einen Überblick über die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse im Bereich der medikamentösen Therapie von Blutkrebserkrankungen und soliden Tumoren. Besondere Herausforderungen ergeben sich aus zwei Tendenzen: Die Halbwertszeit des Wissens nimmt ab, und die Menge der zur Verfügung stehenden Daten nimmt rasant zu. Umso wichtiger wird der kollegiale und interdisziplinäre Austausch, der vom 29. September bis zum 3. Oktober 2017 in Stuttgart stattfindet.

Methadon in der Krebstherapie: Hohe Erwartungen können nicht erfüllt werden

Im April diesen Jahres wurde in der ARD über den möglichen Einsatz von Methadon als Krebsmedikament berichtet. Dieser Bericht und nachfolgende Beiträge in unterschiedlichen Medien haben zu hohen Erwartungen bei Krebspatienten und ihren Angehörigen geführt. Sowohl Onkologinnen und Onkologen als auch Onkologische Zentren hatten das Gefühl, mit Anfragen und Forderungen überschwemmt zu werden. Nun hat die DGHO Deutsche Gesellschaft für Hämatologie und Medizinische Onkologie e. V. eine Online-Umfrage unter ihren Mitgliedern zum Thema Methadon durchgeführt.

Jahrestagung 2017 von DGHO, OeGHO, SGMO und SGH+SSH, vom 29. September bis 3. Oktober 2017, Congress Center Stuttgart "Krebspatienten leben länger"

Stuttgart / Berlin, 4. Juli 2017 – Die Hämatologie und Medizinische Onkologie ist eines der innovativsten Gebiete der Medizin. Das ist Segen und Verpflichtung zugleich: Segen, weil der therapeutische Werkzeugkasten immer umfangreicher wird, wovon Patientinnen und Patienten mit Krebs- und Bluterkrankungen profitieren. Verpflichtung, da das Wissen mit einer solch großen Geschwindigkeit wächst, dass es für die in der Behandlung Tätigen eine große Herausforderung ist, mit diesem Tempo mitzuhalten. Auf der gemeinsamen Jahrestagung der Deutschen, Österreichischen und Schweizerischen Gesellschaften für Hämatologie und Medizinische Onkologie vom 29. September bis 3. Oktober 2017 in Stuttgart werden die neuen klinischen Daten zur Diagnostik und Therapie moderner immunonkologischer und zellulärer Therapien von Expertinnen und Experten präsentiert und diskutiert.