DRG und Gesundheitsökonomie

Der Arbeitskreis DRG und Gesundheitsökonomie ist seit 2003 tätig. Hauptaufgabe des Arbeitskreises ist das Mitwirken an der Weiterentwicklung des DRG Systems in Bezug auf hämatologische und onkologische Themen.

Dazu stellen wir jährlich Anträge im Vorschlagsverfahren des DIMDI und des InEK, bereiten Vorlagen für Anträge im Rahmen des NUB Verfahrens vor und publizierern den Kodierleitfaden Hämatologie und Onkologie.

 

Zum Aufnahmeantrag

DRG und Gesundheitsökonomie

Vorsitzender

Dr. med. Stefan Schönsteiner
Universitätsklinikum Ulm
Klinik für Innere Medizin III
Albert-Einstein-Allee 23
89081 Ulm

drg@dgho.de

DRG und Gesundheitsökonomie

Stellvertretender Vorsitzender

Dr. med. Markus Thalheimer
Universitätsklinikum Heidelberg
GB Erlösmanagement
Im Neuenheimer Feld 672
69120 Heidelberg

drg@dgho.de

PD Dr. med. Andreas Block Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE)
II. Medizinische Klinik
Martinistr. 52
20246 Hamburg
Dr. Dorothea Faßlrinner Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden
Medizinische Klinik I
Fetscherstr. 74
01307 Dresden
Dr. med. Dominik Franz Franz und Wenke -
Beratung im Gesundheitswesen GbR
Technologiehof
Mendelstr. 11
48149 Münster
Dr. med. Cornelie Haag Medizinische Klinik I
Universitätsklinikum
Technische Universität Dresden
Fetscherstr. 74
01307 Dresden
Dr. rer. medic. Florian Jakobs Uniklinik Essen
Klinik für Hämatologie und Stammzelltransplantation
Hufelandstr. 55
45147 Essen
Soraya Kharboutli Universitätsklinikum Erlangen
Ulmenweg 18
91054 Erlangen
Cornelia Klär-Schinke Klinikum rechts der Isar
der TU München
III. Med. Hämatologie/Onkologie
Ismaninger Str. 22
81675 München
PD Dr. med. Dr. phil. Lambros Kordelas DRK-Blutspendedienst West
Linneper Weg 1
40885 Ratingen
Prof. Dr. med. Stefan Krause Universitätsklinikum Erlangen
Medizinische Klinik 5
Hämatologie und Intern. Onkologie
Ulmenweg 18
91054 Erlangen
Prof. Dr. Florian Kron FOM Hochschule für Oekonomie
& Management
Leimkugelstr. 6
45141 Essen
Dr. med. Philippe Oswald Nono Tadie Piam Krankenhaus Leonberg
Klinik für Innere Medizin II
Gastroenterologie/Onkologie/ Palliativmedizin
Rutesheimer Str. 50
71229 Leonberg
Prof. Dr. med. Helmut Ostermann Klinikum der Universität München
Marchioninistr. 15
81377 München
Dr. med. Stefan Pursche Städtisches Klinikum Dresden Friedrichstadt
4. Medizinische Klinik
Friedrichstr. 41
01067 Dresden
Dr. med. Achim Reckmann Uniklinik Mainz
III. Medizinische Klinik
Langenbeckstr. 1
55131 Mainz
Dr. med. Stefan Schönsteiner Universitätsklinikum Ulm
Klinik für Innere Medizin III
Albert-Einstein-Allee 23
89081 Ulm
Dr. med. Christian Sellenthin Paracelsus Klinik Scheidegg
Kurstr. 5
88175 Scheidegg
Dr. med. Markus Thalheimer Universitätsklinikum Heidelberg
GB Erlösmanagement
Im Neuenheimer Feld 672
69120 Heidelberg
PD Dr. med. Minna Voigtländer Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf
Zentrum für Onkologie
II. Medizinische Klinik und Poliklinik
Martinistr. 52
22041 Hamburg
Dr. med. Tobias Weiglein Klinikum Freising
Hämatologie und Onkologie
Alois-Steinecker-Str. 18
85354 Freising
DRG und Gesundheitsökonomie
Kodierempfehlungen

Nach wiederholter Nachfrage hat der AK eine Kodierempfehlung für den 2025 neu definierten OPS-Kode 8-547 verfasst, in der alle Substanzen einem OPS-Kode zugeordnet werden. Bitte beachten Sie die Hinweise am Anfang der Liste.

Diese Liste soll regelmäßig aktualisiert werden und dient v.a. dazu, den Kodierenden eine möglichst konkrete Umsetzung des Kodes zu vermitteln. Sie erhebt weder den Anspruch auf Vollständigkeit noch auf Korrektheit, auch wenn sie mit größtmöglicher Sorgfalt erstellt wurde.

Über Hinweise auf Fehler, Lücken und sonstige Verbesserungsvorschläge freuen wir uns daher unter der Mailadresse drg@dgho.de.

DRG und Gesundheitsökonomie
Kodierleitfaden

Seit dem Jahr 2005 wurde der Kodierleitfaden für die Leistungsdarstellung bei Patienten mit hämatologischen und onkologischen Erkrankungen von der DGHO publiziert. Erstellt wurde er unter der Schriftführung von Dr. Cornelie Haag durch die Mitglieder des Arbeitskreises DRG und Gesundheitsökonomie der Deutschen Gesellschaft für Hämatologie und Medizinische Onkologie (DGHO) und der Deutschen Arbeitsgemeinschaft für Knochenmark- und Blutstammzelltransplantation (DAG-KBT) in Zusammenarbeit mit der DRG-Research-Group des Universitätsklinikums Münster.
Seit 2023 wurde kein eigener DGHO Kodierleitfaden mehr herausgegeben, da die bisherige Verfasserin in den Ruhestand getreten ist. Die Empfehlungen des AK DRG und Gesundheitsökonomie sind im Kodierleitfaden von Markus Thalheimer berücksichtigt, der ebenfalls Teil des Arbeitskreises ist.

Nachfolgend finden Sie die Ausgaben der Vorjahre.

DRG und Gesundheitsökonomie
NUB-Anfragen 2026

NUB-Anfragen 2026

31.01.2026

Sehr geehrte Frau Kollegin, sehr geehrter Herr Kollege,

für das Jahr 2026 hat der Arbeitskreis DRG und Gesundheitsökonomie 156 NUB-Vorlagen erstellt, davon 16 Neuanträge, die für Sie bis Ende Oktober 2025 sowohl als pdf als auch als nub-Datei zum Download bereitstanden. Dies sind zwar erstmals etwas weniger Anfragen als 2025 (159 Anträge), aber trotzdem eine beachtliche Zahl.

Mit Ende der Anfragefrist haben wir die Musteranfragen von der Seite genommen. Wir danken allen Beteiligten, die die viele ehrenamtliche Arbeit der Erstellung und Prüfung der Anfragen erbracht haben!

Ende Januar 2026 hat das InEK veröffentlicht, welchen Status die NUBs für das Jahr 2026 erhalten. Hier finden Sie nun das Ergebnis für die von der DGHO unterstützten Anfragen. Erneut gibt es den 2022 neu eingeführten NUB-Status 11 bzw. 41, der den Krankenhäusern eine Vereinbarung ermöglicht, sobald das Präparat zugelassen und in Europa auf dem Markt erhältlich, also der Preis bekannt ist. Erfreulicherweise hat das InEK nur fünfmal den Status 2 (wie immer v.a. für Diagnostik) und sechsmal Status 4 bzw. 41 vergeben, damit können 145 für die Hämatologie und Onkologie wichtige Medikamente mit Status 1 oder 11 für 2026 vereinbart werden. Die 4 Medikamente mit Status 11 wechseln mit Datum der Zulassung automatisch in Status 1, können dann also zumindest mit rückwirkender Nacherstattung durch die Krankenkassen vereinbart werden.

Bei Status 4 bzw. 41 besteht leider erfahrungsgemäß nur in Ausnahmefällen auf Seiten der Kostenträger die Bereitschaft zu einer Vereinbarung. Dies betrifft aber v.a. Medikamente, die aktuell in Deutschland nicht verfügbar sind.

Wie immer können Sie uns bereits jetzt über neue Medikamente und Verfahren informieren, die aus Ihrer Sicht NUB-Potential haben, aber bisher noch nicht auf der DGHO-Liste stehen. Bitte senden Sie uns dazu eine Info an nub@dgho.de. Wir werden diese ab Sommer 2026 prüfen und im Falle der Unterstützung eine Musteranfrage bis Anfang Oktober dazu bereitstellen. Bei ATMPs liegt die Anfragefrist bereits am 30. April 2026.

Bei inhaltlichen oder methodischen Fragen wenden Sie sich gerne an die Verantwortlichen zum NUB-Verfahren: nub@dgho.de.

Mit freundlichen Grüßen
Markus Thalheimer
für den Arbeitskreis DRG und Gesundheitsökonomie

31.01.2026

Status der Musteranfragen der DGHO für 2026 (Stand 31.01.2026):

Name

Status

177 Lu vipivotide tetraxetan

1

Abemaciclib

1

Acalabrutinib

1

Alectinib

1

Amivantamab

1

Arsentrioxid

1

Asciminib

1

Avapritinib

1

Avatrombopag

1

Axitinib

1

Azacitidin oral

1

Belantamab mafodotin

1

Belumosudil

41

Belzutifan

1

Bezlotoxumab

4

Binimetinib

1

Bosutinib

1

BRCA Diagnostik

2

Brigatinib

1

Burosumab

1

Cabozantinib

1

Capivasertib

1

Caplacizumab

1

CAR-T Axicaptagen

1

CAR-T Brexucabtagene

1

CAR-T Ciltacabtagene

1

CAR-T Eigenprodukt

1

CAR-T Lisocabtagene

1

CAR-T Obecabtagene

1

CAR-T Tisagenlecleucel

1

Catumaxomab

1

Ceritinib

1

Cobimetinib

1

Concizumab

1

Crizotinib

1

Crovalimab

1

Dabrafenib

1

Dacomitinib

2

Danicopan

1

Datopotamab deruxtecan

1

Decitabin-Cedazuridin

1

Denileukin Diftitox

1

Dorocubicel

1

Efbemalenograstim alfa

1

Elacestrant

1

Elranatamab

1

Emicizumab

1

Encorafenib

1

Entrectinib

1

Epcoritamab

Erdafitinib

1

Eribulin

1

Everolimus bei Neoplasie

1

Exagamglogen autotemcel

1

Fedratinib

1

Fostamatinib

1

Fruquintinib

1

Futibatinib

1

Gilteritinib

1

Glasdegib

1

Glucarpidase

1

Idelalisib

1

Imetelstat

1

Inavolisib

1

Iptacopan

1

Ivosidenib

1

Ixazomib

1

Larotrectinib

1

Lazertinib

1

Leniolisib

11

Lenvatinib

1

Linvoseltamab

Loncastuximab tesirin

1

Lorlatinib

1

Lurbinectedin

11

Luspartercept

1

Maribavir

1

Marstacimab 

1

Melphalanflufenamid

1

Mepolizumab

1

Mesenchymale Stammzellen Eigen

1

Mesenchymale Stammzellen Obnitix

1

Mirdametinib

1

Mirvetuximab soravtansin

1

Molekularpath Diagnostik Lungen-Ca

2

Momelotinib

1

Mosunetuzumab

1

MRD-Diagnostik bei Lymphomen mittels ctDNA

2 bzw. 4

Neratinib

1

Nilotinib

1

Niraparib

1

Niraparib-Abirateronacetat

1

Nirogacestat

1

Nivolumab-Relatlimab

4

Odronextamab

1

Olaparib

1

Osimertinib

1

Palbociclib

Panobinostat

1

Pazopanib

1

Pegcetacoplan

1

Pemigatinib

1

Pirtobrutinib

1

Pomalidomid

1

Ponatinib

1

Quizartinib

1

Rekombinante Apadamtase alfa-Cinaxadamptase alfa (rADAMTS13)

1

Repotrectinib

1

Retifanlimab

4

Rezafungin

1

Ribociclib

1

Ripretinib

1

Ropeginterferon alfa 2b

1

Rucaparib

1

Ruxolitinib, oral

1

Selinexor

1

Selpercatinib

1

Selumetinib

1

Serplulimab

1

Siltuximab

1

Sonidegib

1

Sotorasib

1

Streptozocin

1

Sugemalimab

4

Sutimlimab

1

Tabelecleucel

1

Tagraxofusp

1

Talazoparib

1

Talimogen Laherparepvec

1

Talquetamab

1

Tarlatamab

11

Teclistamab

1

Temozolomid intravenös

1

Tepotinib

1

Tislelizumab

1

Tisotumab vodotin

1

Tivozanib

1

Tixagevimab-Cilgavimab

2

Toripalimab

1

Trametinib

1

Trastuzumab emtansin

1

Tremelimumab 

1

Treosulfan

1 (nur Konditionierung)

Trifluridin - Tipiracil

1

Trilaciclib

11

Tucatinib

1

Valoctocogene roxaparvovec

1

Vandetanib

1

Vemurafenib

1

Vimseltinib

1

virusspezifische Spenderzellen

1

Vismodegib

1

Vorasidenib

1

Zanidatamab

4

Zanubrutinib

1

Zolbetuximab

1


Für 2026 nicht unterstützte Musteranfragen mit Angabe des Grundes (Stand 31.10.2025)
:
Hier finden Sie die Medikamente, für die der AK für 2026 keine Musteranfrage erstellt hat mit Angabe der Gründe. Nicht gelistet sind 10 Medikamente, die 2026 als Zusatzentgelte in den Katalog aufgenommen werden und daher keine NUB-Anfrage mehr erfordern.
Die Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit, Angaben sind ohne Gewähr und auf Grundlage öffentlich verfügbarer Informationen erstellt. Sollten die Angaben veraltet oder fehlerhaft sein, freuen wir uns über eine Rückmeldung unter nub@dgho.de.

Medikament Begründung
Adagrasib Markteinführung in D nicht absehbar
Alpelisib Marktrücknahme durch Hersteller
Afamitresgene Autoleucel EU-Zulassung noch nicht absehbar
Aumolertinib EU-Zulassung noch nicht absehbar
Axatilimab  EU-Zulassung noch nicht absehbar
Capmatinib  Marktrücknahme durch Hersteller
CAR-T Idecabtagene Marktrücknahme durch Hersteller
Cevostamab EU-Zulassung noch nicht absehbar
Crenolanib EU-Zulassung noch nicht absehbar
Crizanlizumab Zulassung widerrufen
Duvelisib keine Marktverfügbarkeit in D
Emapalumab Zulassung durch EMA abgelehnt
Enasidenib Zulassung durch Hersteller zurückgezogen
Fidanacogene eleparvovec Zulassung durch Hersteller zurückgezogen
Infigratinib  Zulassung durch Hersteller zurückgezogen
Lifileucel Zulassungsantrag durch Hersteller zurückgezogen
Lusutrombopag keine Marktverfügbarkeit in D
Mobocertinib  Zulassung durch Hersteller zurückgezogen
Moxetumomab-Pasudotox Zulassung durch Hersteller zurückgezogen
Pacritinib Zulassungsantrag durch Hersteller zurückgezogen
Parsaclisib Zulassungsantrag durch Hersteller zurückgezogen
Pexidartinib keine Zulassung in Europa
Pralsetinib Zulassung widerrufen
Regorafenib keine Marktverfügbarkeit in D
Relugolix Preis zu niedrig für NUB
Sitoiganap Zulassungsantrag durch Hersteller zurückgezogen
Sitoiganap  Markteinführung in D nicht absehbar
Surufatinib  Zulassungsantrag durch Hersteller zurückgezogen
Trastuzumab Duocarmazin Zulassungsantrag durch Hersteller zurückgezogen
Ublituximab bisher keine onkologische Indikation zugelassen
Voxelotor Marktrücknahme wg Sicherheitsbedenken



DRG und Gesundheitsökonomie
Vorstellung des AK bei der Jahrestagung

DRG_HP2021.JPGVorstellung im Hauptprogramm der Jahrestagung 2021

DRG und Gesundheitsökonomie
Weitere Aktivitäten