Hämatologie und Onkologie 2026: Innovation, Interdisziplinarität und Patientenorientierung

Berlin / Wien, 30. Juni 2026
Jahrestagung 2026 von DGHO, OeGHO, SGMO und SGH 9. bis 12. Oktober 2026 in Wien

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Vom 9. bis 12. Oktober 2026 kommen im Rahmen der Jahrestagung der Deutschen, Österreichischen und Schweizerischen Gesellschaften für Hämatologie und Medizinische Onkologie in Wien nationale und internationale Expertinnen und Experten zusammen, um sich zu aktuellen Entwicklungen in der Diagnostik und Therapie von Blut- und Krebserkran¬kungen auszutauschen. Mehr als 800 eingereichte Abstracts unterstreichen nachdrücklich die Dynamik, Innovationskraft und Breite des Fachgebiets und verdeutlichen die damit verbundenen Herausforderungen und Chancen.

Welche Schwerpunkte und Impulse für den größten Kongress des Fachgebiets im deutschsprachigen Raum dieses Jahr im Vordergrund stehen, erläutern Kongresspräsidentin Prof. Dr. med. Maike de Wit, Chefärztin der Klinik für Innere Medizin - Hämatologie, Onkologie und Palliativmedizin am Vivantes Klinikum Neukölln, und Kongresspräsident Univ.-Prof. Dr. med. Dominik Wolf, Direktor der Universitätsklinik für Innere Medizin V (Hämatologie und Onkologie) der Medizinischen Universität Innsbruck.

Wolf erklärt: „Wir möchten die Tradition unserer engen Kooperation der deutschen, österreichischen und schweizerischen Gesellschaften für Hämatologie und Medizinische Onkologie fortschreiben und mit der Jahrestagung 2026 ein Forum für den intensiven Austausch schaffen. Im Rahmen des Kongresses werden wir unter anderem Krebs als systemische Erkrankung, die kontinuierlich wachsende Bedeutung personalisierter Behandlungsansätze, aber auch aktuelle Standards in Diagnostik und Therapie von hämatologischen und onkologischen Erkrankungen diskutieren. Darüber hinaus widmen wir uns der versorgungsrelevanten Frage, wie interdisziplinäre und interprofessionelle Zusammenarbeit bei der Diagnostik und Therapie von Blut- und Krebserkrankungen optimal gestaltet werden kann. Dies wird insbesondere vor dem Hintergrund zentraler Herausforderungen in politisch und vor allem ökonomisch herausfordernden Zeiten diskutiert, immer mit dem Ziel, unseren Patientinnen und Patienten auch in Zukunft den aktuellsten Stand des medizinischen Wissens anbieten zu können.“

Dass die Hämatologie und Medizinische Onkologie eine spannende, herausfordernde und auch vielschichtige Teildisziplin der Inneren Medizin ist, verdeutlicht de Wit: „Es ist noch nicht lange her, dass wir bei soliden Tumoren vergleichsweise pauschal von Entitäten wie beispielsweise ‚dem Lungenkrebs‘ gesprochen haben. Heute erfolgt die Klassifikation zunehmend auf molekularer Ebene, wodurch wir Krebserkrankungen viel differenzierter verstehen und Therapien immer gezielter und individueller einsetzen können. Dennoch – und das mag auf den ersten Blick überraschend wirken – ist unser Fach ‚mehr als nur dynamisch und innovativ‘. Denn: Die Tätigkeit in der Hämatologie und Medizinischen Onkologie fordert uns auch menschlich heraus: Wir begleiten Patientinnen und Patienten in Existenz-bedrohlichen Lebenssituationen, in denen neben medizinischen Fragen auch ganz persönliche Themen in den Vordergrund treten. So verschieben sich gerade in lebenszeitlimitierenden Erkrankungsstadien die Prioritäten: weg von der alleinigen Verlängerung der Lebenszeit hin zu Fragen wie ‚Was ist mir wirklich wichtig?‘ oder ‚Was möchte ich noch erleben?‘. Diesen Perspektivwechsel wahrzunehmen, anzusprechen und in der individuellen Patient-Arzt-Beziehung gemeinsam zu gestalten, ist zentraler Bestandteil moderner ärztlicher Kunst und Teil unseres Selbstverständnisses.“

„Hightech und sprechende Medizin“: Den Nachwuchs für das Fach begeistern
Mit Blick auf die Nachwuchsförderung und Gewinnung von jungen Kolleginnen und Kollegen betont Prof. Dr. med. Claudia Baldus, Geschäftsführende Vorsitzende der Deutschen Gesellschaft für Hämatologie und Medizinische Onkologie (DGHO) und Direktorin der Klinik für Innere Medizin II am Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, Campus Kiel, die Faszination des Fachgebiets: „Die Hämatologie und Medizinische Onkologie vereint rasante wissenschaftliche Innovation mit einer zugewandten, patientenzentrierten Medizin. Diese Verbindung aus ‚Hightech‘ und ‚sprechender Medizin‘ macht unser Fach nicht nur besonders anspruchsvoll, sondern auch außerordentlich sinnstiftend. Für den wissenschaftlichen und ärztlichen Nachwuchs bietet es damit ein hochattraktives Umfeld, in dem medizinischer Fortschritt und menschliche Zugewandtheit gleichermaßen im Mittelpunkt stehen.“

In diesem Zusammenhang hebt Prim. Prof. Dr. med. Ewald Wöll, Präsident der Österreichischen Gesellschaft für Hämatologie und Medizinische Onkologie (OeGHO) und Ärztlicher Direktor/Ärztlicher Leiter Innere Medizin des Krankenhauses St. Vinzenz in Zams, die Bedeutung des Studierendentags hervor: „Mit dem Programm und den hochkarätigen Referentinnen und Referenten des Studierendentags möchten wir die Faszination der Hämatologie und Medizinischen Onkologie transportieren sowie die vielfältigen Karrierewege aufzeigen. Im Rahmen des Formats ‚Meet the Prof‘ können die Studierenden auf ‚Augenhöhe‘ mit den Referentinnen und Referenten ins Gespräch kommen. Kurz: Wir möchten unsere zukünftigen Kolleginnen und Kollegen schon im Studium abholen und mit der Begeisterung, mit der wir für das Fach ‚brennen‘, anstecken.“

Interprofessionelle Onkologie: Pflege rückt in den Fokus
Prof. Dr. med. Dr. phil. Andreas Wicki, Präsident der Schweizerischen Gesellschaft für Medizinische Onkologie (SGMO) und Leitender Arzt sowie stellvertretender Direktor der Klinik für Medizinische Onkologie und Hämatologie am Universitätsspital Zürich, weist auf die zentrale Rolle der Pflege im Programm des diesjährigen Kongresses hin: „Mit der zunehmenden Komplexität unseres Fachgebiets wachsen nicht nur die Herausforderungen an die ärztlich Tätigen, sondern auch an die Pflegefachkräfte. Wir freuen uns sehr darauf, mit unseren Kolleginnen und Kollegen aus der Pflege in den intensiven Austausch zu gehen.“ Die diesjährige Pflegetagung bietet ein vielfältiges Programm mit spannenden Fachvorträgen und lebendigen Diskussionen. Im Mittelpunkt stehen aktuelle Entwicklungen und praxisrelevante Themen aus folgenden Bereichen: „Berufsbild der Onkologiepflege“, „Symptom¬management“, „Sicherheit in der Onkologie (Interface und Applikation)“, „Künstliche Intelligenz und Anwendung in der klinischen Praxis“, „CAR-T-Zelltherapie – Versorgungslandschaft im Überblick (D-A-CH)“.

Ausführliche Informationen unter: https://www.jahrestagung-haematologie-onkologie.com

Über die DGHO
Die Deutsche Gesellschaft für Hämatologie und Medizinische Onkologie e.V. (DGHO) besteht seit fast 90 Jahren und zählt aktuell mehr als 4.600 Mitglieder, die in der Erforschung und Behandlung hämatologischer und onkologischer Erkrankungen tätig sind. Mit ihrem Engagement in der Aus-, Fort- und Weiterbildung, der Erstellung der Onkopedia-Leitlinien sowie der Durchführung von Fachtagungen und Fortbildungs¬seminaren trägt die Fachgesellschaft maßgeblich zur Weiterentwicklung des Fach¬gebiets bei. Darüber hinaus setzt sie sich gesundheitspolitisch ein, beispielsweise im Rahmen von Gesetzgebungsverfahren und der frühen Nutzenbewertung auf nationaler wie auch auf europäischer Ebene. Auf diese Weise fördert die DGHO eine qualitativ hochwertige Versorgung von Patientinnen und Patienten, die sich konsequent am aktuellen Stand des medizinischen Wissens orientiert.

Über die OeGHO
Die Österreichische Gesellschaft für Hämatologie und Medizinische Onkologie hat sich zum Ziel gesetzt, die Betreuung von Patientinnen und Patienten österreichweit an den höchsten Standard heranzuführen. Die OeGHO zählt als Fachgesellschaft aktuell deutlich über 900 Mitglieder, von denen ein Großteil Fachärztinnen und Fachärzte für Innere Medizin mit Additivfach Hämatologie und Internistischer Onkologie sind. Neben der Aus-, Fort- und Weiterbildung von Ärztinnen und Ärzten sowie Pflegekräften, der Festlegung von Standards für die Facharztausbildung und Ausbildungsstätten und der Erarbeitung von Leitlinien will die OeGHO die interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen allen an der Krebstherapie Beteiligten und die Forschung auf dem Gebiet der Hämatologie und Onkologie aktiv fördern.

Über die SGMO
Die Schweizerische Gesellschaft für Medizinische Onkologie (SGMO) ist der Berufsverband und die Fachgesellschaft der Ärztinnen und Ärzte mit dem Facharzttitel Medizinische Onkologie. Die SGMO zählt aktuell 500 Mitglieder, hat gemeinnützigen Charakter und verfolgt keine wirtschaftlichen Ziele. Zu den Aufgaben der SGMO gehören insbesondere:

  • Die Medizinische Onkologie in der Schweiz wissenschaftlich und praktisch zu fördern
  • Die Weiter- und Fortbildung für Medizinische Onkologinnen und Onkologen zu regeln und zu gewährleisten
  • Die beruflichen und wirtschaftlichen Interessen der Medizinischen Onkologinnen und Onkologen in der Schweiz zu wahren
  • Die Vernetzung von Medizinischen Onkologinnen und Onkologen untereinander sowie mit anderen medizinischen Fachgebieten zu fördern

Über die SGH
Die Schweizerische Gesellschaft für Hämatologie (SGH) ist der Berufsverband und die Fachgesellschaft der Ärztinnen und Ärzte mit dem Facharzttitel Hämatologie. Die SGH zählt aktuell 384 Mitglieder, hat gemeinnützigen Charakter und verfolgt keine wirtschaftlichen Ziele. Zu den Aufgaben der SGH gehören insbesondere:

  • Wahrung der Interessen der Hämatologinnen und Hämatologen in der Schweiz;
  • Förderung der Hämatologie in der Schweiz;
  • Regelung und Gewährleistung der Aus-, Weiter- und Fortbildung in Hämatologie in Zusammenarbeit mit anerkannten Weiterbildungsstätten;
  • Förderung der Kollegialität unter den Mitgliedern

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