Prävention
Krebs: Neue Wege der Prävention, Früherkennung und frühen systemischen Therapie (Band 23)
In ihrer Gesundheitspolitischen Schriftenreihe greift die Deutsche Gesellschaft für Hämatologie und Medizinische Onkologie e. V. (DGHO) seit 2013 aktuelle wissenschaftliche, versorgungsrelevante und gesundheitspolitische Themen auf. Sie fördert damit den fachübergreifenden Austausch und trägt dazu bei, neue Perspektiven für Versorgung und Gesundheitspolitik zu entwickeln. Der nun vorliegende 23. Band widmet sich dem Schwerpunktthema Krebsprävention und umfasst unter anderem die Beiträge der DGHO-Frühjahrstagung 2026, die unter der Überschrift „Krebs: Neue Wege der Prävention, Früherkennung und frühen systemischen Therapie“, stand.
Nur ein sehr geringer Anteil der Gesundheitsausgaben in der Bundesrepublik Deutschland entfällt auf die Prävention, obwohl durch Primärprävention bereits heute etwa 40 Prozent aller Krebsneuerkrankungen vermieden werden könnten. Werden zusätzlich Früherkennungsmaßnahmen und weitere präventive Ansätze konsequent genutzt, ließen sich bis zu 60 Prozent der krebsbedingten Todesfälle vermeiden.
Fortschritte in der Risikostratifikation, Früherkennung und molekularen Diagnostik erweitern die Möglichkeiten präventiven Handelns und schaffen neue Schnittstellen zwischen Prävention, Diagnostik und Therapie. Gleichzeitig bleiben präventive Ansätze auch nach einer Krebsdiagnose relevant, um Rezidiven, Zweitmalignomen und Langzeitfolgen vorzubeugen.
Prävention muss entlang des gesamten Versorgungspfads gedacht werden, von Gesundheitsförderung und Früherkennung über die Behandlung bis hin zu Rehabilitation und Langzeitnachsorge. Voraussetzung ist ein koordiniertes Zusammenwirken von Wissenschaft, Versorgung, Politik, Bildungseinrichtungen, Patientenorganisationen und Gesellschaft. Sektorale Barrieren müssen abgebaut und tragfähige Netzwerke sowie integrierte Versorgungsstrukturen gestärkt werden, damit präventive Ansätze wirksam in die Versorgung gelangen und langfristig zum Erhalt von Gesundheit und Lebensqualität beitragen.
Mit dieser Publikation möchten wir den Austausch zwischen den Akteuren aus Wissenschaft, Versorgung, Politik und Gesellschaft fördern, den Diskurs zur Krebsprävention stärken und neue Impulse für die Weiterentwicklung wirksamer Präventions- und Versorgungsstrukturen geben.
Interessierte können die Ausgabe im Hauptstadtbüro bestellen.

