Lieferengpass: Cyclophosphamid und Ifosfamid

26.03.2026
Im September 2025 hatte die FDA schwerwiegende Mängel bei dem weltweiten größten Hersteller in Indien festgestellt. Daraufhin musste die Produktion vorübergehend eingestellt werden.

Die Firma Baxter, der mit Abstand größte Zulassungsinhaber, hat zuletzt in einer Anhörung bei der EMA vom 5. März 2026 angekündigt, dass voraussichtlich alle europäischen Länder von dem daraus resultierenden Versorgungsengpass betroffen sein werden.

Baxter hält einen fast 100%igen Anteil an der Lieferung von Ifosfamid und einen großen Anteil an der Lieferung von Cyclophophamid in Deutschland. Die DGHO hatte das BfArM frühzeitig informiert, dass Cyclophosphamid und Ifosfamid in mindestens 7 Indikationen unverzichtbar in der systemischen Therapie maligner Erkrankungen ist, einschl. Indikationen mit hohem kurativem Potenzial.
In einer Beiratssitzung wurde jetzt vom BfArM in Aussicht gestellt, dass die Lieferfähigkeit für Cyclophosphamid und Ifosfamid im 2. Quartal 2026 langsam ansteigen soll. Voraussetzung ist aber die vollständige Erfüllung der behördlichen Auflagen in der Produktionsstätte.

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