Version=2027 System=DRG ID=7831330317 Helper=Universitätsklinikum Heidelberg#{r}#{n}Dr. med. Markus Thalheimer#{r}#{n}Dieser Antrag wurde durch die deutsche Gesellschaft für Hämatologie und med. Onkologie e.V. vorformuliert. DisplayName=Pomalidomid Name=Pomalidomid AltName=Imnovid® Description=Wirkungsweise:#{n}Pomalidomid besitzt eine direkt gegen die Myelomzellen gerichtete, tumorizide Wirkung und immuno-modulatorische Wirkungen. Pomalidomid hemmt die Proliferation von Lenalidomid-resistenten Zelllinien des multiplen Myeloms. #{n}#{n}Evidenzlage:#{n}In einer randomisierten Studie (CC-4047-MM-007) bei 559 vorbehandelten Patienten mit mindestens einer vorausgegangenen Therapie einschl. Lenalidomid zeigte sich für den primären Endpunkt (progressionsfreies Überleben (PFS)) ein Median von 11,2 Monaten (Pomalidomid plus Bortezomib plus Low-Dose Dexamethason) vs 7,1 Monaten im Kontrollarm ohne Pomalidomid (HR 0,61, 95% KI 0,49;0,77, p<0,0001). #{n}In der Studie CC-4047-MM_003 wurden 455 Patienten die mindestens zwei Vorbehandlungen, darunter Lenalidomid und Bortezomib erhalten hatten, randomisiert mit Pomalidomid plus niedrig dosiertem Dexamethason oder hochdosiertem Dexamethason allien behandelt. Der primäre Endpunkt PFS zeigte einen Vorteil der Kombinationstherapie (15,7 Wochen versus 8,0 Wochen (HR 0,45, 95% KI 0,35;0,59). #{n}Quelle:Fachinformation Stand August 2025#{n}#{n}Dosierung:#{n}4mg einmal täglich oral an den Tagen 1 – 21 der sich wiederholenden 28-Tage-Zyklen. HasNoProcs=false ProcCodes=6-007.a Procedures= MedicalDevice=0 RiscClass=-1 RiscClassComment= TradeName= CeMark= Indication=Pomalidomid ist in Kombination mit Dexamethason indiziert für die Behandlung des rezidivierten oder refraktären multiplen Myeloms bei erwachsenen Patienten, die mindestens zwei vorausgegangene Therapien, darunter Lenalidomid und Bortezomib, erhalten haben und unter der letzten Therapie eine Progression gezeigt haben. #{n}Pomalidomid ist indiziert in Kombination mit Bortezomib und Dexamethason für die Behandlung des multiplen Myeloms bei Patienten, die mindestens eine vorausgegangene Therapie, darunter Lenalidomid, erhalten haben. Replacement=Pomalidomid ergänzt die vorhandenen Therapieoptionen bei Multiplem Myelom. Bei dieser Erkrankung sind die therapeutischen Optionen mittlerweile komplex. Die detaillierten Einsatzgebiete sind in Leitlinien dargelegt, wie z.B. der Onkopedia Leitlinie der DGHO von Oktober 2024. Andere Therapieoptionen in diesem Gebiet sind z.B., Belantamab-Mafodotin, Teclistamab, Talquetamab, Selinexor, Carfilzomib, Panobinostat, Isatuximab, Daratumumab, Elranatamab, Linvoseltamab und Ciltacabtagen autoleucel Von diesen haben Teclistamab, Talquetamab, Selinexor, Belantamab-Mafodotin; Ciltacabtagen autoleucel, Elranatamab, Linvoseltamab, und Panobinostat bereits einen NUB Status 1; Daratumumab Carfilzomib und Isatuximab wird als Zusatzentgelt erstattet. Eine vollständige Abbildung der komplexen Therapieoptionen kann hier nicht vorgenommen werden, es sollen aus ökonomischer Sicht wesentliche Änderungen ohne Anspruch auf Vollständigkeit beschrieben werden. WhatsNew=In den Informationen nach §6 Abs. 2 KHEntgG für 2026 hat Pomalidomid den Status 1. Los=Zur Veränderung der Verweildauer im Krankenhaus können derzeit aufgrund fehlender Erfahrungen keine Aussagen gemacht werden. InGermanySince=02.09.2013 MedApproved=05.08.2013 HospitalCount=Pomalidomid wird in ca. 485 Kliniken in Deutschland eingesetzt (Schätzung aufgrund der NUB-Anfragen des Vorjahres). HigherCosts=Sachkosten: #{n}Die Dosierung beträgt 4 mg pro Tag, entsprechend 1 Tablette.#{n}Der Preis pro Packung beträgt 9.108,45 € bei 21 Hartkapseln zu 4 mg (laut Rote Liste inkl. MWST (AVP/UVP). Stand der Abfrage: 29.8.2026).#{n}Daraus ergeben sich Tagestherapiekosten von 433,78 € oder 3.036,48 € bei einer angenommenen Verweildauer von 7 Tagen.#{n}Personalkosten sind bei oraler Gabe zu vernachlässigen.#{n}Da das Medikament eine orale Dauertherapie ist (an 21 von 28 Tagen bzw. 14 von 21 Tagen), geschieht es eher selten, dass ein Patient für diese orale Gabe stationär behandelt wird und somit in eine organspezifische DRG gruppiert wird. Es kommt sehr viel häufiger vor, dass der Patient wegen einer anderen Erkrankung aufgenommen wird und dieses Medikament als seine Dauermedikation weiter erhält. Die Kosten für dieses Medikament können daher in vielen DRGs vorkommen und sind möglicherweise auch nicht konkret dem Fall zugeordnet. DRGs=R61#{n}R65Z WhyNotRepresented=Pomalidomid wurde im Jahr 2013 zugelassen und ist seitdem in Deutschland auf dem Markt. #{n}Für das Datenjahr 2025 sollten aus den Kalkulationshäusern Kostendaten für den Einsatz vorliegen. #{n}Wir vermuten, dass die Stichprobe jedoch zu klein war, als dass genügend Kosten- und Leistungsinformationen aus den Krankenhäusern vorliegen, um damit eine sachgerechte Abbildung im G-DRG System 2027 zu ermöglichen.#{n}Die zusätzlichen Kosten von über 3.000 € pro Woche können aber mit der o.g. Fallpauschale allein nicht ausreichend abgebildet werden und Pomalidomid ist bisher im ZE-Katalog nicht enthalten. #{n}Aufgrund der hohen Kosten des Medikaments kommt es zu einer Unterfinanzierung in der betroffenen DRG. RequestedEarlierOther=false CheckSum=c29247d684b9730f68eaaeb85354ae85ea1277e7