Version=2027 System=DRG ID=293497807 Helper=Universitätsklinikum Heidelberg#{r}#{n}Dr. med. Markus Thalheimer#{r}#{n}Dieser Antrag wurde durch die deutsche Gesellschaft für Hämatologie und medizinische Onkologie e.V. vorformuliert. DisplayName=Gilteritinib Name=Gilteritinib AltName=Xospata® Description=Wirkweise: #{n}Gilteritinib ist ein FLT3- und AXL-Inhibitor. #{n}Bei ca. 30 % der Patienten mit akuter myeloischer Leukämie (AML) liegt eine FLT3ITD (Internal Tandem Duplication) Mutation vor, verbunden mit einer verschlechterten Prognose und schlechteren Gesamtüberlebensraten. Eine weitere Mutation, die FLT3TKD Mutation betrifft etwa 7% der AML-Patienten.#{n}#{n}Evidenzlage: #{n}In der offenen, 2:1 randomisierten, multizentrischen Phase III-Studie (ADMIRAL) bei 391 Patienten, zeigten die Patienten mit Gilteritinib für den primären Endpunkt Gesamtüberleben ein medianes Überleben von 9,3 Monaten (95% KI 7,7; 10,7) versus 5,6 Monaten (95% KI 4,7; 7,3) bei den Patienten mit Chemotherapie (HR 0,637 (95%-KI 0,490;0,830). #{n}Quelle: Fachinformation Stand Juni 2024#{n}#{n}Dosierung: 120 mg p.o. einmal täglich. HasNoProcs=false ProcCodes=6-00c.7 Procedures= MedicalDevice=0 RiscClass=-1 RiscClassComment= TradeName= CeMark= Indication=Als Monotherapie zur Behandlung von erwachsenen Patienten mit rezidivierter oder refraktärer akuter myeloischer Leukämie (AML) mit einer FLT3-Mutation. Replacement=Ein anderer FLT3-Inhibitor, Midostaurin wurde 2017 in den Markt eingeführt und wird angewendet bei Patienten mit neu diagnostizierter AML, die eine Mutation von FLT3 aufweisen, in Kombination mit einer Standard Chemotherapie und als Erhaltungstherapie. Midostaurin ist nicht für die Rezidivtherapie zugelassen. Midostaurin wird als Zusatzentgelt ZE2026-192 erstattet.#{n}Als Alternative zu Gilteritinib kann bei rezidivierter/refraktärer AML eine konventionelle Chemotherapie eingesetzt werden. In der oben zitierten randomisierten Studie war Gilteritinib einer Chemotherapie jedoch überlegen, auch bei Patienten, die zuvor einen anderen FLT3 Inhibitor erhalten hatten. WhatsNew=In den Informationen nach §6 Abs. 2 KHEntgG für 2026 hat Gilteritinib den Status 1. Los=Zur Veränderung der Verweildauer im Krankenhaus können derzeit aufgrund fehlender Erfahrungen keine Aussagen gemacht werden. InGermanySince=2019 MedApproved=24.10.2019 HospitalCount=Gilteritinib wird in ca. 440 Kliniken in Deutschland eingesetzt (Schätzung aufgrund der NUB-Anfragen des Vorjahres). HigherCosts=Die Dosierung beträgt 120 mg pro Tag, entsprechend 3 Tabletten.#{n}Der Preis pro Packung beträgt 16.018,32 € bei 84Tabletten zu 40 mg (laut Rote Liste inkl. MwSt. (AVP (EB)), Stand der Abfrage: 29.8.2026).#{n}Daraus ergeben sich Tagestherapiekosten von 572,08 € oder 4.004,58 € bei einer angenommenen Verweildauer von 7 Tagen.#{n}Personalkosten sind bei oraler Gabe zu vernachlässigen.#{n}#{n}Da das Medikament eine orale Dauertherapie ist, geschieht es eher selten, dass ein Patient für diese orale Gabe stationär behandelt wird und somit in eine organspezifische DRG gruppiert wird. Es kommt sehr viel häufiger vor, dass der Patient wegen einer anderen Erkrankung aufgenommen wird und dieses Medikament als seine Dauermedikation weiter erhält. Die Kosten für dieses Medikament können daher in vielen DRGs vorkommen und sind möglicherweise auch nicht konkret dem Fall zugeordnet. DRGs=R60D#{n}R60F#{n}R60C#{n}R60B#{n}R60E WhyNotRepresented=Gilteritinib wurde im Jahr 2019 zugelassen und ist seitdem in Deutschland auf dem Markt. Für das Datenjahr 2025 sollten aus den Kalkulationshäusern Kostendaten für den Einsatz vorliegen. #{n}Wir vermuten, dass die Stichprobe jedoch zu klein war, als dass genügend Kosten- und Leistungsinformationen aus den Krankenhäusern vorliegen, um damit eine sachgerechte Abbildung im G-DRG System 2027 zu ermöglichen.#{n}Die zusätzlichen Kosten von ca. 4.000 € pro Aufenthalt können aber mit der o.g. Fallpauschale) allein nicht ausreichend abgebildet werden und Gilteritinib ist bisher im ZE-Katalog nicht enthalten. #{n}Aufgrund der hohen Kosten des Medikaments kommt es zu einer Unterfinanzierung in der/den betroffenen DRG. RequestedEarlierOther=false CheckSum=57096b5544d230138f2b461db992711ddeecae94