Pressemitteilungen 2013

15. November 2013

Nutzen, Nebenwirkungen und Kosten - den Umgang mit der gezielten Krebstherapie lernen

Heute wurde die Marktrücknahme des gezielten Medikamentes Bosutinib (Bosulif®) für die Behandlung von Patienten mit Chronischer Myeloischer Leukämie (CML) angekündigt. Nach den Verhandlungen mit den Krankenkassen entspricht der in Deutschland zu erzielende Preis nicht den Erwartungen des Herstellers. Bereits im Oktober hatten die Zulassungsbehörden in Europa und den USA vor schweren Nebenwirkungen von Ponatinib (Iclusig®), einem anderen und gezielten Medikament für Patienten mit CML, gewarnt.

13. November 2013

Medizin und Industrie – Notwendigkeit der Zusammenarbeit und Gefahr der Einflussnahme

Die DGHO Deutsche Gesellschaft für Hämatologie und Medizinische Onkologie e.V. fordert für die Zusammenarbeit von Medizin und Industrie ein umfassendes Maß an Transparenz und klare Grenzen. Auf einer Pressekonferenz stellte Prof. Mathias Freund, Geschäftsführender Vorsitzender der DGHO, eine in Zusammenarbeit mit dem Berufsverband Niedergelassener Gynäkologischer Onkologen in Deutschland (BNGO) und dem Interessenverband zur Qualitätssicherung der Arbeit niedergelassener Uro-Onkologen in Deutschland e.V. (IQUO) formulierte umfassende Stellungnahme der Fachgesellschaft vor. Das Papier befasst sich insbesondere mit der Frage der ärztlichen Fortbildung, bei der die DGHO die fehlende öffentliche Finanzierung kritisiert.

19. Oktober 2013

Krebsbehandlung heute: Innovative medizinische Konzepte – demografische Herausforderungen – Nachwuchsgewinnung

Das komplexe Geschehen von Krebserkrankungen begreifen und darauf aufbauend innovative therapeutische Interventionen entwickeln – das sind zentrale Themen der Jahrestagung der Deutschen, Österreichischen und Schweizerischen Gesellschaften für Hämatologie und Medizinische Onkologie. Hierzu diskutieren mehr als 5.000 Expertinnen und Experten vom 18. bis 22. Oktober 2013 in Wien.

21. August 2013

AMNOG: Mehr Mitspracherechte für Experten und Patienten

Die DGHO Deutsche Gesellschaft für Hämatologie und Medizinische Onkologie e.V. fordert eine weitreichende und frühzeitige Einbindung der medizinischen Fachgesellschaften und Patienten in den Prozess der Nutzenbewertung von Arzneimitteln (AMNOG-Verfahren). In ihrem aktuellen Positionspapier macht die DGHO jetzt vier konkrete Verbesserungsvorschläge. Sie legt außerdem ein Manual vor, das Fachgesellschaften und andere Akteure bei der Bewertung der von den Herstellern zu erstellenden Nutzendossiers unterstützt.

26. April 2013

DGHO begrüßt öffentliches Register für Lieferengpässe bei Medikamenten

Das Bundesministerium für Gesundheit hat heute ein Online-Register für Medikamenten-Engpässe in Deutschland vorgestellt. Das Register ist öffentlich und beim Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte unter www.bfarm.de/lieferengpaesse für jeden zugänglich. Das neue Register erfasst alle Lieferengpässe von Arzneimitteln, die voraussichtlich über mehr als 2 Wochen bestehen werden. Es sollen auch Informationen eingestellt werden, wenn die Nachfrage nach Medikamenten nicht mit angemessenen Mengen bedient werden kann.

19. März 2013

Bürokratieabbau bei unabhängigen klinischen Studien ist gelebter Patientenschutz

Die Situation für nicht-kommerzielle, unabhängige klinische Studien in Europa hat sich in den letzten Jahren als Folge überbordender Bürokratie dramatisch verschlechtert. Und der Trend hält an: Eine aktuelle Umfrage unter hämatologisch-onkologischen Studienzentren zeigt, dass jede dritte Einrichtung in Deutschland ihre Studienaktivitäten weiter zurückfahren möchte. Mit der geplanten EU-Verordnung über Klinische Arzneimittelprüfungen sollen Fehler vergangener Regulierungsrunden korrigiert werden. Die Fachgesellschaften für Hämatologie und Onkologie in Deutschland begrüßen das ausdrücklich. Mit medialer Stimmungsmache ist niemandem geholfen – am allerwenigsten den Patienten.

8. März 2013

DGHO-Frühjahrstagung 2013: Patientennutzen stärker in den Fokus rücken

Bei der Beurteilung neuer Arzneimittel in der Hämatologie und Onkologie darf die Entscheidung über Art und Umfang der Erstattung durch die Gesetzliche Krankenversicherung nicht allein von einer möglichen Verlängerung der Überlebenszeit abhängig gemacht werden. Die bisherigen Erfahrungen mit der frühen Nutzenbewertung nach AMNOG zeigen noch deutlichen Optimierungsbedarf: Patientenbezogene Parameter wie die Lebensqualität müssen stärker berücksichtigt und Patienten in den Bewertungsprozess eingebunden werden.

6. Februar 2013

Neue Onkopedia-Leitlinie von Internisten und Pädiatern: Prävention von Infektionen und Thrombosen nach Splenektomie oder bei funktioneller Asplenie

Morbidität und Mortalität von Patienten mit Milzdysfunktion bzw. Asplenie sind noch immer unannehmbar hoch. Das Risiko lebensbedrohlicher Komplikationen nach einer Splenektomie oder bei Hyposplenie-Patienten hängt wesentlich von der Prävention, die Überlebenschance von einer frühzeitigen und effektiven Therapie ab. Unter Leitung von Prof. Monika Engelhardt, Freiburg, haben die DGHO Deutsche Gesellschaft für Hämatologie und Medizinische Onkologie e. V. und die GPOH Gesellschaft für Pädiatrische Onkologie und Hämatologie e. V. zusammen mit ihren Schweizer Kollegen eine neue interdisziplinäre Leitlinie zum Umgang mit diesen Patienten erarbeitet.

7. Februar 2013

DGHO-Frühjahrstagung 2013: Medikamentöse Tumortherapie im Fokus

Unter dem Motto „Medizinische Onkologie: Neue Medikamente – Hoffnungsträger mit Risiken” lädt die DGHO Deutsche Gesellschaft für Hämatologie und Medizinische Onkologie e.V. zur diesjährigen Frühjahrstagung nach Berlin ein. Vom 7. bis 8. März werden namhafte nationale und internationale Experten zum gesundheitspolitischen Dialog erwartet. Erstmals wird die Tagung gemeinsam mit der Gesellschaft für Pädiatrische Onkologie und Hämatologie e.V. (GPOH) ausgerichtet. Der Kongress findet im dbb forum berlin statt und ist mit insgesamt 7 Punkten zertifiziert.