Medizinische Onkologie in Europa

13.12.2013

Die Medizinische Onkologie hat eine zentrale Position in der Versorgung von Krebspatienten. Die Behandlung der Betroffenen wird immer komplexer, sowohl durch die rasch zunehmende Zahl gezielter Medikamente als auch durch die Komorbiditäten in einer alternden Bevölkerung. Gleichzeitig steigt die Zahl der Neuerkrankten, der Patienten mit chronischer Erkrankung und der Personen, die erfolgreich von einer Krebskrankheit geheilt wurden aber durch Folgen der Behandlung belastet sind.

Medizinische Onkologie basiert auf einer soliden internistischen Ausbildung. Sie ermöglicht die umfassende Betreuung der Patienten von einer Lotsenfunktion in der Diagnostik über die medikamentoese Tumortherapie bis zur palliativmedizinischen Betreuung.

ESMO, European Society for Medical Oncology, hat am 13. Dezember 2013 zusammen mit der DGHO und zahlreichen weiteren nationalen Fachgesellschaften ein Positionspapier zur Sicherung der Versorgungsqualität von Krebspatienten durch die Medizinische Onkologie veröffentlicht. Es legt Aufgaben der Versorgung, die Rolle der Medizinischen Onkologie in einer multidisziplinären Kooperation und Standards der Ausbildung fest.

Die angemessene Versorgung von Krebspatienten ist eine große Herausforderung, der sich alle betroffenen medizinischen Fachgebiete und die Gesellschaft stellen muss. Das jetzt publizierte Positionspapier leistet dazu einen wichtigen Beitrag.