Gründung des Arbeitskreises Diversitäts- und Individualmedizin in der DGHO

19.11.2020
Der DGHO-Vorstand hat am 17. November 2020 der Gründung eines neuen wissenschaftlichen Arbeitskreises (AK) zur Diversitäts- und Individualmedizin zugestimmt.

Der Zweck dieses Arbeitskreises ist die Förderung des Erkenntnisgewinns zum Einfluss von individuellen Faktoren auf den Verlauf, die Therapierbarkeit und das Management von Krebserkrankungen. Mit „individuellen Faktoren“ sind zunächst biologische Aspekte wie Geschlecht, Ethnie, Alter, Gewicht oder genetische Polymorphismen gemeint. Darüber hinaus werden sozioökonomische Faktoren wie Schulabschluss, Einkommen, Beruf oder Familienstatus berücksichtigt. Diese genannten Aspekte sollen hinsichtlich ihres Einflusses auf die Charakteristika und das Outcome onkologischer Erkrankungen sowie die Verträglichkeit und Steuerung von onkologischen Therapien untersucht werden. Das übergeordnete Ziel ist, durch Kenntnisse der Einflüsse von Diversitätsaspekten eine individuelle Medizin in der Krebsheilkunde im umfassenden Sinne zu ermöglichen.

Näheres ist dem Konzeptpapier, das unter Leitung von Prof. Dr. med. Marie von Lilienfeld-Toal von einer multizentrischen Gruppe von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern entwickelt wurde, zu entnehmen.

Wir freuen uns über die Rückmeldung von interessierten Kolleginnen und Kollegen, die sich dem Thema verbunden fühlen, bis Dienstag, 15. Dezember 2020 an marie.von_lilienfeld-toal@med.uni-jena.de und an oldenburg@dgho.de. In einem zweiten Schritt wird ein Termin zur Arbeitskreisgründung abgestimmt.